Innovativ wohnen, besser leben: Berlin und die Lausitz auf gemeinsamem Weg
Zukunftsfähige Lebensräume im Mittelpunkt der Jahresnetzwerkveranstaltung des Innovationskorridors Berlin–Lausitz in Adlershof
Was macht Wohn- und Arbeitsorte attraktiv? Und wie können die Metropole Berlin und die ländliche Lausitz ihre unterschiedlichen Potenziale nutzen, um gemeinsam zukunftsfähige Lebensräume zu schaffen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Jahresnetzwerkveranstaltung des Innovationskorridors Berlin–Lausitz am 3. November 2026 im WISTA-Bunsen-Saal im Technologiepark Berlin-Adlershof.
An die 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über Wohnraumbedarf, innovative Quartiere und eine zukunftsfähige Verbindung von Wohnen, Arbeiten, sozialer Infrastruktur und Mobilität. Im Mittelpunkt stand die Erkenntnis: Attraktive Lebensräume sind längst zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Innovation und Fachkräfte geworden.
Während Berlin mit begrenzten Flächen und hoher Wohnraumnachfrage konfrontiert ist, bietet die Lausitz im Zuge des Strukturwandels neue Möglichkeiten für künftige Wohn- und Arbeitsstandorte bei gleichzeitig hoher Freizeit- und Lebensqualität. Umgekehrt erfordert der dynamische Wandel in der Lausitz bedarfsgerechten Wohnraum, gute Verkehrsanbindungen und eine leistungsfähige Infrastruktur. Dabei darf der demografische Wandel nicht außer Acht gelassen werden.
Heiko Jahn, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH: „Cottbus ist im jüngsten Ranking des Instituts der Deutschen Wirtschaft die dynamischste Region Deutschlands. Davon profitiert auch die Lausitz. Darauf können wir uns aber nicht ausruhen. Wir müssen Forschung und Transfer weiter ausbauen sowie das soziale Umfeld und den Wohnraum in der Metropolregion stärken. Darüber reden wir heute und dabei sind Berlin und insbesondere der Technologiepark Adlershof unverzichtbare Partner für uns, von denen wir lernen.“
Vom Probewohnen bis zum Wissenschaftspark
Die Veranstaltung zeigte anhand unterschiedlicher Praxisbeispiele, wie zukunftsfähige Wohn- und Lebensräume entstehen können. Diskutiert wurden neue Ansätze der Quartiers- und Gebäudeentwicklung, familiengerechte Wohnformen, die Rolle von Bürgerenergieprojekten sowie integrierte Stadtentwicklungsstrategien. Dabei wurde deutlich, dass die Anforderungen an moderne Wohnstandorte weit über die Bereitstellung zusätzlicher Wohnungen hinausgehen. Gefragt sind Quartiere, die Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Energieversorgung und soziale Infrastruktur intelligent verknüpfen und damit eine hohe Lebensqualität für unterschiedliche Generationen schaffen.
Ein weiterer Schwerpunkt widmete sich dem Lausitz Science Park und der Frage, wie Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorte die Entwicklung ihrer Umgebung prägen können. Neben Einblicken in die Entwicklung des Parks wurden die Potenziale integrierter Stadtentwicklung und die Umnutzung bestehender Flächen thematisiert. Am Beispiel des Lausitz Science Park wurde deutlich, dass erfolgreiche Standortentwicklung nur dann gelingt, wenn Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtentwicklung gemeinsam gedacht werden. Neue Arbeitsplätze, attraktive Quartiere und eine moderne Infrastruktur sind dabei eng miteinander verbunden.
Roland Sillmann, Geschäftsführer der WISTA Management GmbH: „Die Gründung der Lausitz Science Park GmbH ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer vernetzten und nachhaltigen Wirtschafts-, Hightech- und Wissenschaftsregion und dem Innovationskorridor Berlin-Lausitz. Dabei wird die Lausitz Science Park GmbH als Betreiberin des künftigen Technologie- und Wissenschaftsparks in Cottbus den Wissenstransfer zwischen Forschung und Wirtschaft optimieren und Wissen in Wertschöpfung verwandeln - das stärkt die Innovationskraft der gesamten Region. Darüber hinaus ist die Lausitz Science Park GmbH eine der zukunftsweisenden, länderübergreifenden Gründungen mit Gesellschaftern aus Berlin und Brandenburg: Davon braucht die Region mehr, um auch langfristig im internationalen Wettbewerb um Hochtechnologie, Wissen und Talente erfolgreich agieren zu können.“
Wohnstandorte über Ländergrenzen hinweg entwickeln
In der abschließenden Podiumsdiskussion erörterten Fred Mahro, Bürgermeister in Guben, Annett Schmidt von der IHK Cottbus, Dr. Jürgen Neumüller vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, und Maren Kern, Vorständin des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, die Möglichkeiten und Voraussetzungen für eine gelungene und länderübergreifende (Wohn-) Raumentwicklung. Im Fokus stand u. a. die Frage, wie Berlin und die Lausitz ihre jeweiligen Stärken künftig noch besser miteinander verbinden können.
Die Diskussion machte deutlich: Die Gegebenheiten und Herausforderung in Berlin und der Lausitz sind äußerst unterschiedlich und können nur im gemeinsamen Miteinander zu tragfähigen Lösungen führen.
Maren Kern, Vorständin des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V.: „Die Metropolregion Berlin-Brandenburg hat großes Potenzial, ist aber auch durch unterschiedliche Regionen mit ganz eigenen Voraussetzungen geprägt. Um die gemeinsame Stärke voll auszuspielen, ist es wichtig, die einzelnen Teilräume noch enger miteinander zu verzahnen. Der Ausbau der Infrastruktur ist dafür der wesentliche Hebel, damit Wohnen und Arbeiten in allen Landesteilen attraktiv bleibt.“
Mit der Jahresnetzwerkveranstaltung führt der Innovationskorridor Berlin–Lausitz den Austausch über die gemeinsame Entwicklung der Hauptstadtregion fort. Ziel ist es, die Potenziale beider Räume themenbezogen zu verbinden und Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung anzustoßen.
Über den Innovationskorridor Berlin–Lausitz:
Der Innovationskorridor Berlin–Lausitz ist eine Initiative der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Die WISTA Management GmbH und die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH engagieren sich für die Umsetzung.
Weitere Informationen: www.innovationskorridor-berlin-lausitz.de
Über die WISTA Management GmbH:
Die landeseigene WISTA Management GmbH entwickelt und betreibt Innovationsstandorte in Berlin und Brandenburg. Als Betreiberin des Technologieparks Berlin Adlershof fördert sie die Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Start-ups. Darüber hinaus engagiert sich die WISTA im Innovationskorridor Berlin-Lausitz und ist Gesellschafterin des Lausitz Science Park. Damit trägt sie dazu bei, innovative Zukunftsstandorte zu entwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Metropole und Lausitz zu stärken.
Weitere Informationen: www.wista.de
Pressekontakt: presse(at)wista.de
Über die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH:
Aufgabe der Wirtschaftsregion Lausitz ist es, die Strukturentwicklung in der Lausitz zu befördern. Gesellschafter sind neben dem Land Brandenburg die Landkreise Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße/Sprjewja-Nysa, Dahme-Spreewald sowie die kreisfreie Stadt Cottbus/Chóśebuz.
Weitere Informationen: www.wirtschaftsregion-lausitz.de
Pressekontakt: presse(at)wirtschaftsregion-lausitz.de

