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07. Oktober 2026

Maßgeblicher Beitrag der HU-Astroteilchenphysik um Prof. Kowalski zu Nobelpreis-Erfolg

Adlershofer Wissenschaftsteam wirkte an Neutrino-Forschung seit mehr als 25 Jahren mit

Porträtfoto
Prof. Dr. Marek Kowalski, Leiter der Neutrino-Gruppe bei DESY Zeuthen und Inhaber des Lehrstuhls für Astroteilchenphysik am Fachbereich Physik der Humboldt-Universität zu Berlin. © DESY / Gesine Born

Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften hat den belgisch-amerikanischen Forscher Francis Halzen für seine „entscheidenden Beiträge zum Neutrino-Observatorium IceCube und zur Entdeckung hochenergetischer Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs“ mit dem Physik-Nobelpreis 2026 ausgezeichnet.

„Das IceCube-Experiment ist ein wahrhaft faszinierendes Vorhaben, dessen Ergebnisse unser Verständnis bestimmter kosmischer Objekte revolutionieren, und die Würdigung durch die Verleihung des Nobelpreises für Physik 2026 an Prof. Halzen ist mehr als verdient. Die HU freut sich sehr, dass sie seit so vielen Jahren zu diesem internationalen Vorhaben beitragen konnte,“ so Prof. Dr. Ulf Leser, Vizepräsident für Forschung der Humboldt-Universität zu Berlin.

Vorbereitung für den Neutrino-Detektor der nächsten Generation

Die Forschungsgruppe für experimentelle Astroteilchenphysik an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) hat seit mehr als 25 Jahren am IceCube-Experiment entscheidend mitgewirkt. „Unsere gemeinsame Reise begann mit den ersten Neutrino-Nachweisen am Südpol im Rahmen des Vorgängerexperiments AMANDA. Der spätere Aufbau des viel größeren IceCube-Observatoriums, der zu einer ganzen Reihe von spannenden Entdeckungen im Bereich der hochenergetischen kosmischen Neutrinos führte, war eine einmalige Erfahrung! Herzlichen Glückwunsch, Francis, und vielen Dank, dass du all dies möglich gemacht hast“, sagt Prof. Dr. Marek Kowalski, Leiter der Neutrino-Gruppe bei DESY Zeuthen und Inhaber des Lehrstuhls für Astroteilchenphysik am Fachbereich Physik der Humboldt-Universität zu Berlin.

Professor Kowalski kam bereits 2006 mit einer von der DFG geförderten Emmy-Noether-Forschungsgruppe an die HU, um am IceCube-Experiment mitzuarbeiten. Seit 2014 hat er eine gemeinsame Professur an der Humboldt-Universität zu Berlin und am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY inne.

Gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern bereitet die IceCube-Kollaboration derzeit den Neutrino-Detektor der nächsten Generation, IceCube-Gen2, vor. Dieser Detektor, der neue Forschungsmöglichkeiten zur Untersuchung faszinierender Objekte wie Schwarzer Löcher oder explodierender Sterne eröffnen würde, wurde auf die aktuelle deutsche Shortlist für die Förderung große Forschungsinfrastrukturen gesetzt. Ziel ist es, das Projekt in den kommenden Jahren zu realisieren.

Weitere Informationen:

DESY-Profilseite von Marek Kowalski

Forschungsprojekt “IceCube-Experiment”

Kontakt:

Prof. Dr. Marek Kowalski
Professor für Astroteilchenphysik am Fachbereich Physik der Humboldt-Universität zu Berlin
Leiter der Neutrino-Gruppe bei DESY Zeuthen
+49 30 2093-7635
marek.kowalski(at)desy.de
www.physik.hu-berlin.de/de/eephys

 

HU-Pressemitteilung vom 6.10.2026

Ausgezeichnet! Hochschulen

Meldungen dazu

Das Observatorium mit geöffneter Kuppel auf einem Berggipfel in den chilenischen Anden bei Nacht mit klarem Sternenhimmel im Hintergrund.

Forschungsplattform für Messdaten aus der Tiefe des Universums

Plattform von HU und DESY macht den Datenstrom des neuen Weitfeldteleskops am Vera Rubin Observatory für Astrophysiker*innen weltweit zugänglich
Grafik zerfallender Teilchen, die in verschiedene Richtungen fliegen

Kurz nach dem Urknall

Heiko Lacker ist auf der Suche nach bislang unbekannten Elementarteilchen
Experiment SND@LHC © CERN

Forschungsteam der HU an erstmaliger Beobachtung von Neutrinos beteiligt

Am LHC-Teilchenbeschleuniger in Genf konnten Physiker:innen die Wechselwirkung von Neutrinos in einem Energiebereich studieren, der bisher nicht zugänglich war
ATLAS Experiment © 2018 CERN

Zehn Jahre Higgs-Boson

HU-Wissenschaftler:innen waren an Jahrhundert-Entdeckung beteiligt / Vortrag am 4. Juli in Adlershof
Cigdem Issever, HU Berlin © WISTA Management GmbH

Vom Ursprung und Werden der Welt

Die Physikerin Cigdem Issever ist von Oxford an die HU Berlin gekommen

Verknüpfte Einrichtungen

  • Campus Adlershof der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Physik

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