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21. September 2026

FBH auf den Photonics Days: von Hoch­leistungs­dioden­lasern bis Quanten­technologien

Ferdinand-Braun-Institut präsentiert aktuelle Entwicklungen am 7. und 8. Oktober 2026 in Adlershof

Goldfarbenes Gehäuse mit Glasfaser-Anschluss
Hybrid-integriertes Diodenlasersystem im gelb-grünen Spektralbereich für Anwendungen im Bereich der Bio-Medizin. © FBH/P. Immerz

Das Ferdinand-Braun-Institut (FBH) ist mit zahlreichen wissenschaftlichen Beiträgen auf den Photonics Days Berlin Brandenburg am 7. und 8. Oktober 2026 vertreten. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen bei Diodenlasern und UV-Lichtquellen und ihre vielfältigen Anwendungen – ob für Laserfusion, Medizintechnik oder Materialanalytik. FBH-Forschende gestalten zudem mehrere Sessions als Chair oder Co-Chair. In der begleitenden Ausstellung zeigt das Institut Exponate aus seinem Leistungsspektrum. Bereits am 6. Oktober öffnet das FBH seine Labore für Konferenzteilnehmende.

Das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) ist auf den Photonics Days in Berlin-Adlershof mit zahlreichen Fachbeiträgen und in zentralen Funktionen im wissenschaftlichen Programm vertreten. Das Spektrum reicht von Hochleistungsdiodenlasern und UV-Emittern über mikrointegrierte Lasermodule bis zu Quantentechnologien. Damit bringt das FBH seine Expertise in die Konferenz ein, die Fachleute aus Forschung und Industrie zu aktuellen Entwicklungen in Photonik und Quantentechnologien zusammenführt. Zusammen mit der vom FBH koordinierten Microtec Academy ist das Institut auch in der begleitenden Ausstellung vertreten. Das Angebot der Plattform reicht vom Quer- und Berufseinstieg bis zur Weiterbildung von Fach- und Führungskräften.

Diodenlaser für Fusion, Medizin und Spektroskopie

Eldad Bahat Treidel aus dem High-Power Diode Lasers Lab am FBH zeigt in der Session „Laser and Beyond“, wie sich Hochleistungsdiodenlaser für künftige Fusionskraftwerke weiterentwickeln lassen. Diese Anlagen benötigen große Stückzahlen leistungsfähiger und effizienter Diodenlaser, um Hochenergielaser zu pumpen. Das FBH arbeitet dafür an robusten III/V-Halbleitertechnologien und neuen Bauelementkonzepten. Aktuelle Diodenlaserbarren erreichen bereits 1.000 Watt Ausgangsleistung mit schmalem Spektrum.

Krista Bodenhagen aus dem Laser Modules Lab präsentiert diodenlaserbasierte Lichtquellen für den tiefen ultravioletten Spektralbereich (Deep UV – DUV). Durch Frequenzkonversion entstehen kompakte DUV-Lichtquellen mit gezielt wählbaren Wellenlängen, etwa für spektroskopische Anwendungen. Ihr Kollege Nils Werner stellt zudem Strahlquellen vor, die durch Frequenzkonversion maßgeschneiderte Wellenlängen im sichtbaren Spektralbereich erzeugen. Die Mikromodule verbinden Diodenlaser, Mikrooptiken und präzise Montagetechnik in einem Aufbau mit geringen Abmessungen. Diese integrierten Laserquellen sollen künftig in der Augenheilkunde eingesetzt werden.

UV-Mikro-LEDs mit hoher Leistung für Medizin und Sensorik

Einen weiteren Schwerpunkt bilden UV-Technologien. Sven Einfeldt, der das Joint Lab GaN Optoelectronics am FBH leitet, gestaltet die Session „UV and X-ray“ als Co-Chair mit. In dieser Session präsentiert Jens Raß neuartige Mikro-LEDs für den fernen UVC-Spektralbereich. Bis zu 125.000 der nur rund 1,5 Mikrometer großen LEDs lassen sich auf einem Quadratmillimeter integrieren. So kann etwa fünfmal so viel Licht in eine Glasfaser eingekoppelt werden wie mit konventionellen Fern-UVC-LEDs. Besonders interessant ist die Technologie für medizinische Anwendungen: Wellenlängen unterhalb von 235 Nanometern dringen kaum in die tiefliegenden, lebenden Hautschichten ein. Daher lassen sich Krankheitserreger einschließlich multiresistenter Keime sogar direkt auf der Haut inaktivieren. Mit kompakten, fasergekoppelten Lichtquellen ließen sich künftig auch schwer zugängliche Bereiche wie den Nasen-Rachenraum erreichen. Weitere Anwendungen liegen in Sensorik und Kommunikation.

Elektronenmikroskopie für Materialanalyse und Qualitätssicherung

In seinem Konferenzbeitrag zeigt Carsten Netzel, wie das FBH Halbleitermaterialien charakterisiert, Degradationsmechanismen in Bauelementen analysiert und deren Qualität sichert. Raster- und Transmissionselektronenmikroskopie ermöglichen dabei Einblicke bis in den Nanometerbereich. Die Ergebnisse fließen direkt in die Optimierung von Materialien, Prozessen und Bauelementen ein.

FBH-Forschende gestalten Quantum Symposia

Auch bei den vier Berlin Quantum Symposia übernimmt das FBH zentrale Funktionen. Zwei Professoren der Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin), die zugleich Joint Labs am FBH leiten, gestalten das Programm mit: Tim Schröder ist Chair der Symposien, Markus Krutzik wirkt als Co-Chair mit. Ebenfalls als Co-Chair beteiligt sind Tommaso Pregnolato vom FBH sowie Gregor Pieplow von der HU Berlin.

Programm und Anmeldung: https://photonic-days-berlin.com

Kontakt:

Ferdinand-Braun-Institut gGmbH, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik
Gustav-Kirchhoff-Str. 4, 12489 Berlin
+49 30 6392-2600
pr(at)fbh-berlin.de
www.fbh-berlin.de

 

FBH-Pressemiteilung vom 21.09.2026

Außeruniversitäre Forschung Mikrosysteme / Materialien Photonik / Optik

Meldungen dazu

Lächelnde Person mit Schutzhaube, Brille und weißem Kittel hält ein elektronisches Gerät in einem Labor oder einer Produktionsumgebung

Laserleidenschaft am Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH)

Susann-Alice Seeger arbeitet an einer Lichtwaffe gegen Bakterien
Anlage in rotes Licht getaucht durch Laserexperiment

Ultraschnelle Laserpulse bringen diamant­basiertes Quanten­internet der Realität näher

Berliner Forschende demonstrieren eine Methode, mit der sich einzelne Photonen in einem diamantbasierten Quantensystem erzeugen lassen

Krankenhauskeimen gezielt den Garaus machen

Ferdinand-Braun-Institut entwickelt neue Fern-UVC-LEDs gegen Multiresistente Erreger
Anja Quednau

skills4chips – Talentschmiede für eine Zukunftsbranche

Die Microtec Academy soll zu einer nationalen Bildungsakademie für Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik ausgebaut werden

Termine dazu

Mi 07 Okt - Do 08 Okt
Photonics Days Berlin Brandenburg 2026
Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin
WISTA Event Center

Verknüpfte Einrichtungen

  • Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH)

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