Talentverschwendung adé – Vielfalt als wirtschaftlicher Gewinn
Rund 200 Menschen besuchten die Diversity Conference Adlershof 2026
Die vierte Diversity Conference Adlershof fand am 7. Mai 2026 unter dem Leitsatz „Powered by Differences“ statt. Die WISTA hatte prominente Redner/innen in den Technologiepark Adlershof eingeladen, u.a. TV-Moderatorin Mo Asumang, Aktivist:in & Influencer:in Beccs Riley sowie 1. FC Union-Sprecher Christian Arbeit.
Video von der Veranstaltung bei YouTube
Eindrücke und Videos auf dem WISTA-Instagram-Kanal
In einer Zeit, in der Fachkräftemangel und technologischer Wandel die Wirtschaft fordern, rückte die Konferenz Vielfalt und Dialogfähigkeit als zentrale Schlüssel für Innovation und Wirtschaftskraft in den Fokus.
„Innovation braucht Vielfalt“, erklärt Bessie Fischer-Bohn, bei WISTA Management GmbH zuständig für Human Resources, die mit ihrem Team die Konferenz organisiert hat. „Die Konferenz bietet Unternehmen, Start-ups und der Wissenschaft eine Plattform, um blind spots bei Diversity-Themen zu schließen, die Teams oft Motivation und Erfolg kosten. Unser Programm liefert konkrete Impulse, wie aus individuellen Unterschieden ein gemeinschaftlicher Fortschritt wird – anhand tiefgehender Lernmöglichkeiten, Inspiration und Austausch mit vielen konkreten Impulsen für den Arbeitsalltag.“
Zu der kostenfreien Konferenz kamen rund 200 Teilnehmer/innen aus ganz Berlin und darüber hinaus, die u. a. diese Highlights erlebten:
- „Inklusion als ungenutztes Potenzial“: Die Influencerin und Aktivistin Beccs Riley (autistisch, nichtbinär, trans und schwerbehindert) zeigte in der Keynote „Talentverschwendung adé!“, dass nur etwa drei Prozent aller Behinderungen von Geburt an bestehen, während über 90 Prozent erst im Laufe des Lebens erworben werden. Riley plädierte dafür, den Walk on eggshells zu beenden und hochqualifizierte Talente sichtbar zu machen. Inklusion müsse als gelebter Unternehmenswert verstanden werden, von dem die gesamte Gesellschaft profitiert.
- „Versöhnung statt Anklage“: Die Journalistin und Aktivistin Mo Asumang sprach über Wege aus der Angst und Hilflosigkeit. Sie zeigte auf, wie wir durch innere Veränderung den „Wut-Muskel abtrainieren“ und stattdessen den „Dialog-Muskel“ stärken. In ihrer Keynote beschrieb sie konkrete Schritte für Gelassenheit inmitten von Spannungen.
Panel-Talk: Wie Diversity zur Sache aller wird – Prominenter Gast aus der Bundesliga
Ein zentrales Thema der Konferenz war die Übertragung von Diversity-Maßnahmen von der Führungsebene auf die gesamte Belegschaft. In einer Panel-Gesprächsrunde diskutierten Mo Asumang und Bessie Fischer-Bohn gemeinsam mit Christian Arbeit, dem Geschäftsführer Kommunikation des 1. FC Union Berlin.
Union Berlin nimmt hierbei eine Vorreiterrolle im deutschen Profifußball ein: Als erster Verein der Bundesliga (Männer) hat Union jüngst mit der Verpflichtung von Marie-Louise Eta ein historisches Zeichen für weibliche Expertise im Trainerstab der höchsten deutschen Spielklasse gesetzt. Christian Arbeit gab Einblicke, wie solche wegweisenden Diversity-Entscheidungen in Teams aufgenommen werden und welche Formeln für den Zusammenhalt in Organisationen wirklich aufgehen.
Wirtschaftsfaktor Vielfalt: Diversität als Innovationsmotor
Die Relevanz dieser Themen wird durch Wirtschaftsdaten untermauert, wie beispielsweise in der McKinsey-Studie Diversity Matters Even More. Demnach haben Unternehmen mit einer hohen Diversität in ihren Führungsteams eine um 39 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittliche Profitabilität.
Darüber hinaus bot die Konferenz eine Reihe von praxisorientierten Masterclasses an – mit Themen von KI-Ethik bis hin zur Körpersprache – und zeigte damit fundierte und innovative Lernmöglichkeiten für den Arbeitsalltag auf:
- KI und Bias: Yolanda Rother analysierte, wie Künstliche Intelligenz mit alten, verzerrten Daten bestehende Ungleichheiten fortschreibt. In Live-Demos lernten Teilnehmende, Unconscious Bias in Prompts zu erkennen.
- Inklusive Kommunikation: Elizabeth Anderson vermittelte Techniken für schwierige Gespräche, in denen „echtes Wachstum stattfindet“. Ihr spielerischer Ansatz zeigte, wie aus Spannung Vertrauen entsteht.
- Körpersprache: Arvid Nienhaus trainierte mit den Teilnehmenden, wie Haltung und Präsenz gerade in Konfliktsituationen die Kommunikation stabilisieren und Beziehungen festigen können.
Kontakt:
Bessie Fischer-Bohn
WISTA Management GmbH
Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin
+49 30 6392-2373
fischer-bohn(at)wista.de
www.wista.de




