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01. Januar 2004

Die InnoScouts

Kommunikations-Profis für Wissenschaft und Technologie starten in Adlershof

Im internationalen Vergleich scheint Deutschland die hinteren Plätze zur Zeit fest abonniert zu haben: der 6. Platz bei den Patentanmeldungen, der 8. Platz bei den Forschungsausgaben und der 24. Platz bei den Unternehmensgründungen. Doch sollte sich ein Land, das zu Spitzenleistungen fähig ist, mit einem Platz im Mittelfeld begnügen?   Technologischen Trends auf der Spur "Was Deutschland bremst, ist die unzureichende Kommunikation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Forschungsinstitute wissen vielfach nicht, welche innovativen Produkte zur Zeit in den Unternehmen entwickelt werden und nur wenige Unternehmen wissen, welche aktuellen Projekte in den Forschungsinstituten bearbeitet werden", so die Erfahrung von Manfred Ronzheimer, der seit fast 20 Jahren als Wissenschaftsjournalist tätig ist und zu den besten Kennern der Berliner Technologieszene zählt. Wissenschaftler und technologieorientierte Unternehmer schätzen den von ihm herausgegebenen Internet-Dienst "BerliNews" als aktuelle Informationsquelle und technologisches Trendbarometer. Mit seiner neu gegründeten Agentur "InnoScout" will Manfred Ronzheimer künftig noch stärker dazu beitragen, das Kommunikationsdefizit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu beseitigen. Detaillierte Kenntnisse der Berliner Technologieszene, solides journalistisches Handwerk und beste Medienkontakte sind das Rüstzeug, mit der die Agentur für Zukunftsthemen eine neue Form des bedarfsorientierten Technologietransfers auf dem Standort Adlershof etablieren möchte.   Moderation zwischen den Welten Trotz einer zunehmend praxisorientierten Hochschulausbildung, einer steigenden Anzahl an Verbundprojekten und zahlreicher Initiativen zum Technologietransfer werden deutsche Unternehmen mehr und mehr von internationalen Wettbewerbern überholt, die wissenschaftliche Ergebnisse wesentlich schneller in innovative Geschäftsideen umsetzen. Experten sehen die Ursache vor allem in den hohen Reibungsverlusten beim Technologietransfer. "Was der deutschen Technologieszene fehlt, sind effiziente Formen des Wissenstransfers. Statt schwerfälliger institutioneller Einrichtungen sollte man verstärkt auf Insider setzen, die das Forschungspotenzial der Institute sowie den Innovationsbedarf der Unternehmen frühzeitig wittern und dieses Wissen unter Nutzung unterschiedlichster Medien zielgerichtet kommunizieren", ist sich Manfred Ronzheimer sicher. Exakt an dieser Stelle setzt "InnoScout" an: Quasi als Multiplikator will man den Forschungsbedarf technologieorientierter Unternehmen sowie neue Forschungsansätze aus den Instituten systematisch aufnehmen, journalistisch aufbereiten und über entsprechende Kommunikationskanäle in die meinungsbildenden Ebenen der modernen Wissensgesellschaft transportieren.   Innovationen auf allen Kanälen "Adlershof ist der ideale Standort für unsere Agentur, denn hier ist die Synergiebildung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zwar konzeptionell angelegt, bislang jedoch nur ansatzweise gelungen", betont Manfred Ronzheimer. Zwar wüssten langjährige Kenner des Standortes, welche außergewöhnlichen Entwicklungen sich hinter den Adlershofer Labor- und Bürotüren befänden; der überregionalen Fachöffentlichkeit blieben diese jedoch überwiegend verborgen. Mit solidem journalistischem Know-how bereitet "InnoScout" Forschungsergebnisse und innovative Entwicklungen textlich so auf, dass sie von potenziellen Kunden oder möglichen Kooperationspartnern wahrgenommen und auch verstanden werden. Um die anvisierte Zielgruppe möglichst punktgenau zu treffen, wird man für jede Pressemitteilung, jeden Hintergrundartikel, jeden Anwenderbericht und jede Reportage völlig unterschiedliche Kommunikationskanäle nutzen und die Artikel so platzieren, dass sie einen möglichst hohen Aufmerksamkeitswert erzielen. Da viele Institute und Unternehmen im Umgang mit den Medien wenig Erfahrung haben, hilft Aufwind bei der Erstellung professioneller Pressematerialien, der Organisation von Pressekonferenzen und der Vorbereitung auf Interviews und Pressegespräche. Wer seine Pressearbeit verbessern will, selbst aber nicht über das nötige Know-how und die personellen Kapazitäten verfügt, kann seine Pressearbeit auch outsourcen und in die professionellen Hände des "InnoScout"-Teams legen.   Exklusivstories aus den Laboren Wirtschafts- und Wissenschaftsredaktionen sind ständig auf der Suche nach innovativen Zukunftsthemen. Da die eigene Personaldecke aus Kostengründen immer dünner wird und für lange Recherchen häufig keine Zeit bleibt, sind viele Redaktionen auf zuverlässige Medienpartner angewiesen, die sie über innovative Entwicklungen aus der Berliner Technologieszene informieren. "InnoScout" versorgt verschiedenste Redaktionen mit zukunftsweisenden Ergebnissen aus den Berliner Forschungslaboren, verschafft ihnen Zutritt zu Instituten und Unternehmen und vermittelt ihnen Experten für Interviews und Hintergrundgespräche. "Neben einem breiten Angebot fertiger Stories aus allen Zukunftsbereichen können wir jedes Thema innerhalb kürzester Zeit so aufbereiten, dass es von den Redaktionen veröffentlicht werden kann", betont Manfred Ronzheimer. Durch sein dichtes Kontaktnetzwerk ist "InnoScout" in der Lage, zu nahezu jedem Zukunftsthema kurzfristig einen Experten als kompetenten Gesprächspartner zu vermitteln: Vom Biotechnologen, der sich zum Einsatz von Stammzellen äußert, über den Laserspezialisten, der die Chancen eines virtuellen Laserzentrums erläutert bis zum Telematikexperten, der die Schwachpunkte des deutschen Maut-Systems offenlegt.   Kontakte mit Nachhaltigkeitsgarantie Viele Veranstaltungsreihen und Kommunikationsangebote, die den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fördern sollen, werden von den Beteiligten als unergiebig, vielfach sogar als pure Zeitverschwendung empfunden. Deshalb will "InnoScout" eine neue Veranstaltungsform etablieren, die so konzipiert ist, dass sie den interdisziplinären Dialog nachhaltig fördert und für die Teilnehmer einen echten Nutzwert darstellt. So soll es zu jedem Technologiefeld künftig eine Veranstaltung geben, die zwar branchenspezifisch angelegt aber trotzdem fachübergreifend ausgerichtet ist. Durch ein kompetent besetztes Podium, eine kontroverse Moderation und innovative Kommunikationsformen, wie z.B. die Zuschaltung internationaler Gesprächspartner per Videokonferenz oder die direkte Beantwortung von E-Mail-Anfragen, soll eine völlig neue Ära des interdisziplinären Austauschs eingeleitet werden.   "Wir wollen keine Events, bei denen man am leckeren Buffet Artig- und Nettigkeiten austauscht, sondern Veranstaltungen, aus denen die Teilnehmer mit einem echten Ergebnis nach Hause gehen", macht Manfred Ronzheimer deutlich. Damit der einmal geknüpfte Gesprächsfaden nicht abreißt, werden die Teilnehmer monatlich zu einem virtuellen Forum eingeladen, in dem sie aktuelle Themen aus ihrem jeweiligen Technologiefeld diskutieren können. Zusätzlich können die teilnehmenden Unternehmen und Institute ihre Kontaktwünsche in eine Future-Datenbank eingeben und werden von "InnoScout" mit den entsprechenden Partnern aus dem ständig wachsenden Netzwerk zusammengebracht.     Text: Ariane Steffen     Kontakt: InnoScout - Kommunikation für Wissenschaft und Technologie Manfred Ronzheimer Rudower Chaussee 29 (IGZ), 12489 Berlin Tel: 0178-498 25 11     --------------- Quelle: www.berlinews.de/archiv-2003/1879.shtml