Adlershof – vom DDR-Labor zur Corona-Forschung: ORF-Hörfunk berichtet über ein geglücktes Nachwendeexperiment

15. Juli 2021

Adlershof – vom DDR-Labor zur Corona-Forschung

ORF-Hörfunk berichtet über ein geglücktes Nachwendeexperiment

Shifting Heads Adlershof, Bild: ©WISTA Management GmbH

Bild: ©WISTA Management GmbH

Die ORF-Hörfunksendung „Dimensionen“ porträtiert Deutschlands größten Technologiepark und lässt ansässige Firmen zu Wort kommen, die ihren ganz persönlichen Weg zum eigenen Geschäftsmodell in Adlershof erzählen. Auf den 4,2 Hektar im Südosten von Berlin, vor der Wende Sitz des Stasi-Wachregiments, des DDR-Rundfunks und der Akademie der Wissenschaften, hat sich seitdem viel verändert. Sichtlich zufrieden mit dieser Entwicklung ist Roland Sillmann, Geschäftsführer der WISTA Management GmbH. In der Pandemie zeigte sich wieder, dass die am Standort etablierte Kombination von Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft starke Netzwerkstrukturen ermöglicht, die auch für die Resilienz des Standortes in schweren Zeiten förderlich ist.

Für Gründer wie Dominik Sarma von Belyntic ist genau dieses enge Miteinander ein großer Standortvorteil, findet die junge Firma doch von Auftragsanalytik, IT-Support bis hin zu Kunden alles vor Ort. Dass solch hervorragende Strukturen wachsen konnten, ist auch den vielen ehemaligen Wissenschaftlern der Akademie zu verdanken, die wie Rainer Hammerschmidt von Bestec ohne privatwirtschaftliche Erfahrung und unter Einsatz von Krediten aus dem familiären Kreis ihren Weg in die Selbständigkeit wagten. Heute ist die Firma Technologie- und Weltmarktführer und davon gibt es in Adlershof einige. Ideenreichtum, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität brachten viele der Unternehmer/-innen in Adlershof durch die Corona-Zeit und beförderte die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Anwendungen.

Für 5micron, Spezialist in optischer und akustischer Messtechnik, brachen im März vergangenen Jahres fast von einem auf den anderen Tag die Aufträge aus der Luftfahrtbranche weg, erzählt Geschäftsführerin Ute Franke. Die Lage war schwierig, doch der Firma gelang es, für ihre Sensortechnik neue Anwendungsgebiete zu erschließen. Auch bei Epimune, die Firma entwickelt molekulare und diagnostische Tests, beförderte die Corona-Pandemie die Ableitung neue Anwendungsgebiete für die hauseigene Analysetechnologie, stellt Christoph Sachsenmaier fest.

In schwierigen Zeiten aus Forschung und Wissenschaft erfolgreich Produkte und Leistungen generieren: Hier zeigt sich die Adlershofer Superpower.