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15.09.2026
 

Perfekt dosiert: Wie wir Medizin auf Maß schneidern

 

Gute Besserung

In einem gewissen Alter landen Gespräche früher oder später unweigerlich bei körperlichen Ausfall­erscheinungen, um das Wort „Krankheiten“ gar nicht erst zu bemühen. Das Arsenal an Schrecklichkeiten scheint unerschöpflich. Was ich Ihnen hier etwas flapsig dahinformuliere, ist im Einzelfall alles andere als lustig. Ist mensch persönlich betroffen, scheint die Versorgung häufig unbefriedigend und dauert medizinischer Fortschritt zu lange. Gleichzeitig hat die Coronapandemie gezeigt, wozu Wissenschaft und Forschung fähig sind. Impfstoffe wurden gefühlt in Rekordzeit entwickelt. Müssten sich chronische, seltene oder gar Krebserkrankungen mit den heutigen Technologien, den erfassten verfügbaren Datenmengen und künstlicher Intelligenz nicht ebenso schnell besiegen lassen?

Die Erwartungen sind groß. Auf dem Wunschzettel ganz oben stehen vor allem zwei Dinge: Krankheiten erkennen, bevor sie Beschwerden verursachen, und Therapien, die individuell auf jeden einzelnen Menschen zugeschnitten sind. Die gute Nachricht: Kleinere und größere Durchbrüche werden häufiger, und gerade bei vielen Krebserkrankungen haben sich die Überlebenschancen in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Die Frage ist daher nicht, ob die Medizin der Zukunft anders aussehen wird, sondern wie schnell die Entwicklungen ihren Weg in unseren Alltag finden. Ein Beispiel: Die ZEIT berichtete kürzlich, dass seit Juli ein Medikament gegen postpartale Depressionen in Deutschland erhältlich ist. Das ist umso erfreulicher, als die Erkrankung erst seit wenigen Jahrzehnten intensiv erforscht wird.

„Medizin der Zukunft“ ist nicht nur Thema des Wissenschafts­jahres 2026, sondern auch unseres Herbstjournals. Start-ups, Hightech-Unternehmen und wissenschaftliche Institute im Zukunftsort Adlershof arbeiten in beeindruckender Weise an Früherkennung, Präzisionsmedizin, optimaler Versorgung chronisch Erkrankter, digitalen Assistenzsystemen oder KI-gestützter Diagnostik. Deshalb möchte ich Sie gar nicht länger aufhalten: Starten Sie doch direkt mit der ermutigenden Lektüre. 

Herzlich

Peggy Mory
Chefredakteurin

 

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