Warum die Gründerwerkstatt Adlershof sich lohnt: Gründende erhalten ein einjähriges Stipendium und einen Platz im Wista-Coworking-Space

12. Mai 2021

Warum die Gründerwerkstatt Adlershof sich lohnt

Gründende erhalten ein einjähriges Stipendium und einen Platz im Wista-Coworking-Space

Zwei der drei Gründer von Greenfloats: Johann Gocht (l.) und Elias Kerlinski, Foto: ©WISTA Management GmbH

Der GWA-Alumnus André Kempe (r.) von ProMetronics UG hat heute noch einen Platz im Coworking Space Adlershof. Bild: © WISTA Management GmbH

Seit 2017 gibt es die Gründerwerkstatt Adlershof (GWA), initiiert von der WISTA Management GmbH und gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Berlin. Gründungswillige erhalten hier neben einem einjährigen Stipendium einen Platz im Wista-Coworking-Space Adlershof sowie Coachings. Bis heute wurden und werden 23 Teams in der GWA betreut. Wir haben zwei Alumni gefragt, was es gebracht hat, wie sie dazu gekommen sind und was sie gelernt haben.


Elias Kerlinskiist einer der drei Gründer von greenboatsolutions. Gemeinsam mit Johann Gocht und Paul Wagner will er die Elektrifizierung auf dem Wasser vorantreiben. Die Jungunternehmer vertreiben elektrische Antriebssysteme für Boote. Unterstützung auf dem Weg in die Selbstständigkeit kam von der Gründerwerkstatt Adlershof (GWA). Kerlinski war 2018/19 Teilnehmer des Programms.

Warum haben Sie sich fürs Gründen entschieden?
Elias Kerlinski: Meine beiden Mitgründer Johann und Paul hatten die Vorarbeit geleistet, ich kam als dritter dazu. Selbstständig zu sein, sein eigener Herr zu sein, ist schon eine größere Motivation als irgendwo als kleines Rädchen im Getriebe eines großen Unternehmens zu arbeiten. Wir können uns selbst verwirklichen, haben eine Technologie, die man auch auf andere Bereiche ausdehnen kann.

Wie sind Sie auf die GWA aufmerksam geworden?
Johann hat bei der Investitionsbank Berlin gearbeitet. Er kennt sich mit Förderprogrammen aus. Die GWA war für uns passgenau.

Sie waren 2018 GWA-Teilnehmer. Was hat sich seitdem getan?
Ende 2019 haben wir ein kleines Büro im Innovationspark Wuhlheide gemietet. Ursprünglich wollten wir nur Aufträge vermitteln, doch das erwies sich schwieriger als gedacht. Darum verkaufen wir jetzt Elektroantriebe direkt. Seit einem halben Jahr läuft das Geschäft sehr positiv und wir erwarten weiteres, starkes Wachstum.

Was bedeutet es für Sie GWA-Stipendiat gewesen zu sein?
Das war ein super Startschuss für uns. Ohne die finanzielle Unterstützung wären wir heute nicht hier. Wir hatten einen geschützten Raum, um uns auszuprobieren und unsere Idee auf ein solides Fundament zu stellen. Besonders der Austausch mit den Coaches und anderen Teilnehmenden hat uns weitergebracht.

Was haben Sie in der GWA gelernt und was hat Ihnen am meisten gebracht?
Das Angebot zum Austausch zu nutzen, konkret nach Feedback zu fragen. Die eigenen Schwachpunkte sieht man selbst oft nicht, darum ist es wertvoll, wenn eine offene Fehlerkultur herrscht, Kritikpunkte diskutiert werden. Wir haben uns immer auch an GWA-Teilnehmenden orientiert, die uns schon einen Schritt voraus waren. Da gab es wertvolle Tipps, die uns vorangebracht haben, aber auch Motivation, wenn es eine Durststrecke zu überwinden galt.

 

Auch André Kempe von der ProMetronics UG ist GWA-Alumnus. Er war in der ersten Runde dabei. Kempe ist Materialexperte, beschäftigt sich mitTiefenanalysen von Oberflächen und will den Prozess fehlerfreier funktionaler Mikrooberflächen durch das Verbinden von 3D-Mikroskopie und künstlicher Intelligenz optimieren. Dem Technologiepark Adlershof ist Kempe treu geblieben, heute hat er noch einen Platz im Wista-Coworking-Space gemietet.

Warum haben Sie sich fürs Gründen entschieden?
André Kempe: Wir hatten ein laufendes Kundenprojekt und wollten schnell eine geeignete Rechtsform finden, um das Geschäft zu machen.

An welchem Punkt haben Sie gedacht, dass Sie bei der Realisierung Ihrer Idee Unterstützung brauchen?
Als wir beschlossen, aus dem ersten Projekt ein umfassendes Geschäft zu machen. Wir wussten nicht wie und brauchten finanzielle Mittel, um investieren zu können.

Wie war das Bewerbungsverfahren für Sie?
Sehr persönlich, unkompliziert, gut unterstützt und einfach.

Was bedeutet es für Sie GWA-Stipendiat gewesen zu sein?
Gründergeist mit anderen geteilt zu haben ist heute noch eine gute Erinnerung und Antrieb.

Was haben Sie in der GWA gelernt und was hat Ihnen am meisten gebracht?
Geschäftsmodelle aus verschiedenen Perspektiven betrachten zu können, unsere Geschäftsidee zu formulieren und anderen mitzuteilen. Außerdem habe ich während der Teilnahme an dem Kursprogramm meinen Gründungspartner erst richtig kennengelernt.

Gibt es einen Tipp für angehende Bewerbende der GWA?
Verlasst Euch nicht allein auf das geführt werden durch das Programm der GWA. Sorgt selbst rechtzeitig dafür, sicher zu sein, wie ihr Geld verdienen könnt. Ich würde heute als erstes den Coaching BONUS von der Investitionsbank Berlin beantragen und sofort anfangen mit einem der Coaches der IBB zu arbeiten.

 

Kontakt:

Elias Kerlinski
greenboatsolutions UG (haftungsbeschränkt)
Köpenicker Str. 325
12555 Berlin
mail@greenboatsolutions.de
www.greenboatsolutions.de

Dr. André Kempe
ProMetronics UG c/o IM.PULS Coworking Space
Rudower Chaussee 17
12489 Berlin
info@prometronics.com
www.prometronics.com

Coworking Space IM.PULS/Gründerwerkstatt Adlershof
WISTA Management GmbH
Marina Salmon
Koordinatorin des Coworking Space IM.PULS / Projekt­mitarbeiterin Gründer­werkstatt Adlershof
Rudower Chaussee 17
12489 Berlin
+49 30 6392-2283
salmon@wista.de